Eine dramatische Szene stoch mir ins Auge, als ich heut im traditionsreichen Cafe Prückel einem älteren Herrn am Nebentisch über die Schulter blickte.
Was der Tod auf jeden Fall kostet: Das Leben
Eine dramatische Szene stoch mir ins Auge, als ich heut im traditionsreichen Cafe Prückel einem älteren Herrn am Nebentisch über die Schulter blickte.
Was der Tod auf jeden Fall kostet: Das Leben
Ich bin noch immer nicht sicher, ob das alles ernst gemeint ist. Vielleicht hab ich ja das ironische Momentum nicht begriffen. Die renommierte österreichische Tageszeitung „Die Presse“ hat in ihrer Sonntags-Ausgabe vom 05. Juli 2009 einem jungen Kreativen eine ganzseitige Anzeige zugestanden, um auf diese Weise eine hoch-technologische Lösungsmöglichkeit für die globale Hungerkrise vorzustellen.
DiePresse_2009-07-05_Kreativ-Nutrinova (pdf)
Man beachte:
O tempora, o mores!!!
Da gibt man sich seit Jahren allerhand Mühe, seinen Beitrag zum Ende der Kinderarbeit im Tourismus zu leisten und dann begrüßt einen im idyllischsten bayerischen Bergland dieser süße Fratz in einer Info-Broschüre:
Da ist der Name Windbeutelbaron (www.windbeutelbaron.de) offenbar Programm. Familienfreundlich !?!
weiteres vom SchLaWiener – chaos-pro-securitate – benzina nebulosa
Habe heute eine sehr feine Aufstellung von absurden Urlauber-Beschwerden gefunden:
bimjim on June 7, 2009 – 8:40pm
Holiday complaints actually recorded by Thomas Cook (Tours) of the UK (are Americans more stupid than this?):
„The beach was too sandy.“
„We bought Ray-Ban sunglasses for five euros (US$10.00) from a street trader, only to find out they were fake.“
„No-one told us there would be fish in the sea. The children were startled.“
„It took us nine hours to fly home from Jamaica to England but it only took the Americans three hours to get home.“
„I compared the size of our one-bedroom apartment to our friends’ three-bedroom apartment and ours was significantly smaller“
„The brochure stated ‘No hairdressers at the hotel.’ We’re trainee hairdressers – will we be OK staying here?“
„We found the sand was not like the sand in the brochure. Your brochure shows the sand as yellow but it was white.“
„We had to queue outside with no air conditioning.“
„I was bitten by a mosquito. No-one said they could bite.“
„I think it should be explained in the brochure that the local store does not sell proper biscuits like custard creams or ginger nuts.“
„On my holiday to Goa in India, I was disgusted to find that almost every restaurant served curry. I don’t like spicy food at all.“
„We booked an excursion to a water park but no-one told us we had to bring our swimming costumes and towels.“
Quelle: http://www.eturbonews.com/current-global-economic-crisis-has-trumped-climate-change-days-most-si#comments
Da hat sich die Bayernpartei aber mächtig was einfallen lassen als Wahlkampagne:
Unter www.bayern-loswerden.de ruft die Partei bundesweit für die EU-Wahlen auf, die doofen Bayern doch endlich aus der Bundesrepublik rauszuwerfen.
Mal ehrlich, nervt Bayern uns nicht alle? Ich meine jetzt nicht nur den arroganten millionenschweren Fußballclub, sondern den genauso arroganten seltsamen Freistaat im Süden.
Allein die „Sprache“, wenn man dieses geistlose Gebrabbel so nennen will, ist eine Zumutung für jeden kultivierten Deutschen. Und dann bilden sie sich darauf auch noch etwas ein und freuen sich ’nen Ast, wenn man rein gar nichts davon versteht.
Trotzdem glauben sie ernsthaft, sie seien etwas besseres. Nur, weil sie sinnlose Berge und langweilige Seen haben und dafür ein paar Arbeitslose weniger. Ihre tolle Wirtschaft haben ihnen übrigens die Norddeutschen mit Milliarden aus dem Länderfinanzausgleich erst aufgebaut, aber davon redet ja heute keiner mehr. Vorher gab es außer Milchwirtschaft und ungeheuer produktiver Lederhosen- und Schnupftabakindustrien nämlich so gut wie gar nichts in Bayern.
Was es aber schon immer gibt, ist die CSU. Wie ein Springteufel marodiert sie auf der Berliner Bühne herum, sabotiert permanent jeden Kompromiss mit spinnösen bayerischen Sonderwegen. Denn der Freistaat ist ja nicht nur ein Bundesland wie alle anderen, sondern was ganz, ganz besonderes!
Seit es die PISA-Studien gibt, ist das alles noch schlimmer geworden. Aber solange die Bayern nichtmal richtig reden können (siehe oben), sollte es uns doch völlig egal sein, dass sie vielleicht ein wenig besser lesen können als die restlichen Deutschen.
Apropos Deutsche: Was sind die Bayern eigentlich? So richtig haben die doch noch nie zu Deutschland gehört. Da haben die Rheinländer und die Sachsen, die Berliner und die Ostfriesen doch noch mehr gemeinsam als jeder einzelne von ihnen mit diesem Bergvolk. Die passen eigentlich noch eher zu den Österreichern als zu uns.
Aber jetzt haben wir endlich eine Chance, die Bajuwaren loszuwerden: Bei der Europawahl tritt die Bayernpartei mit einer Bundesliste an, ist also in ganz Deutschland wählbar. Und ihr Hauptziel hört sich richtig verlockend an – sie will Bayern von Deutschland abspalten!
Nichts lieber als das. Wer die Bayern endlich aus der Bundesrepublik rausschmeißen will, der muss seine Stimme einfach der BP geben – in ganz Deutschland.
Die Europawahl ist dafür die ideale Möglichkeit, denn wenn 80 Mio. Deutsche gerademal 99 EU-Abgeordnete wählen, dann hat die einzelne Stimme eh keine Bedeutung. Aber wenn die Bayern-Abspalter nur 0,5 oder auch 1 % bekommen, dann ist die „kritische Masse“ erreicht. Das kann kein Politiker mehr ignorieren und die meisten wären bestimmt froh, endlich richtige Arbeit ohne die ganzen eigenbrödlerischen CSUler zu machen.
Also, am 7. Juni ist es soweit:
(X) Liste 20: Bayernpartei (BP)
In ganz Deutschland – für ein Deutschland ohne Bayern!
Wie sehr ist es doch den Unholden im Dritten Reich gelungen ist, eines der ältesten Glücks-Symbole der Menschheit – das Swastika – negativ zu besetzen. Ich stolperte optisch, als ich ein Logo für die Wahl in Indien sah: Eine Wahlurne mit Hakenkreuz neben dem Schlitz. Wir lernen: zum Stehlen gehören zwei. Die Stehler und die, die sich – wie die Inder – nix stehlen lassen. Viel Glück.